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Zum 19. Mal fand vom 17.-27. November die Griechische Filmwoche statt.  

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19. Griechische Filmwoche München

 

 

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Die 19. Griechische Filmwoche in München

Jedes Jahr veranstaltet das Griechische Filmforum in Zusammenarbeit mit dem Gasteig seit nun 19 Jahren eine Woche, in der griechische Produktionen, sowohl Spielfilme als auch Dokumentarfilme, gezeigt werden.

Leider ohne größere Beachtung seitens der Presse. Natürlich ist Griechenland kaum eine klassische Filmnation, wie es Frankreich oder Italien sind. Internationale Beachtung findet einzig der Regisseur Angelopoulos immer wieder zum Beispiel mit seinen Filmen "Der Blick des Odysseus" oder "Die Ewigkeit und ein Tag".

Umso überraschender war es, dass "Zimt und Koriander", der erfolgreichste Film Griechenlands der letzten Jahre, auch in Deutschland einen Verleih gefunden hat und hier in mehreren Kinos lief. Vielleicht lohnt es sich also doch, einen Blick in das zeitgenössische Kino Griechenlands zu werfen.

Ausführliche Berichte. . .

Bräute

von Pantelis Voulgaris

Die Woche eröffnete der Spielfilm "Brides" von Pantelis Voulgaris, nach Angelopoulos der zweite erfolgreiche Regisseur Griechenlands, der zur Erstaufführung in Deutschland selbst erschienen war. "Brides", von Martin Scorsese mitproduziert, ist die zweite Erfolgsstory des letzten Jahres. Er lockte nicht nur Millionen von Zuschauer in die Kinos, sondern wurde von Griechenland als bester ausländischer Film für den Oscar vorgeschlagen. In wunderschönen Bildern erzählt Voulgaris die wahre Geschichte von hunderten Frauen, die über die Post bestellt als Bräute nach New York zu ihren zukünftigen, aber gänzlich unbekannten, Männern, aus ihrer Heimat auswandern.

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Der Andere

von Loucia Rikaki

Auch der Dokumentarfilm "Der Andere" von Loucia Rikaki, einer jungen Filmemacherin, die ebenso im Theater agiert, als auch als Schriftstellerin bekannt ist, nimmt sich dem Thema der Migration an. Allerdings ändert sie den Blick auf das Thema. Stehen ansonsten die Griechen mit all den Migrationswellen ins Ausland, mit ihren Problemen in der Fremde und ihrer Sehnsucht nach ihrer Heimat im Mittelpunkt, sind sie in "Der Andere" nicht selbst die Emigranten, sondern das Aufnahmeland albanischer Immigranten. Zum ersten Mal nimmt das Land in seiner modernen Geschichte diese Position ein - und tut sich dabei recht schwer.

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Testosteron

von Giorgos Panoussopoulos

Von vorn herein: Schade um den guten Film, der an seinem Ende leidet, denn ansonsten handelt es sich beim Beitrag von Panoussopoulos um einen witzigen, überdrehten Film, der mehr einer Komödie als einem Thriller gleicht, wie er angekündigt wird. Petros ist ein junger charmanter Matrose, der sich ursprünglich für einen Tag beurlauben lässt, um den alten Käfer aus der Garage seiner Tante zu befreien. Also geht er auf Land, um genauer zu sein auf die Insel - die Insel der Frauen. Denn alle Männer scheinen hier vom Boden verschluckt zu sein.

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Die 19. Griechischen Filmwochen boten dem interessierten Münchner Publikum eine gute Mischung. Die ausgewählten Filme gaben die Möglichkeit, sich mit geschichtlichen und aktuellen Themen des Landes auseinander zusetzen, egal ob im fiktionalen oder dokumentarischen Bereich. Aber auch Filme des zeitgenössischen griechischen Kinos waren dabei, die einfach nur gute Filme sein möchten und sich nicht die komplizierte nationale Geschichte auf den Rücken stemmen. Vielleicht dient dieser Bericht dazu, dass sich nächstes Jahr ein paar mehr deutsche Münchner auf den Weg zum Gasteig machen und einfach mal schauen, was ausländische Filme jenseits Hollywood, Frankreich, Italien und Spanien zu bieten haben.

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