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Max Ophüls Festival
Kino macht Schule
Weitere Eindrücke

Offizielle Festival-Website

32. Max Ophüls Filmfestival 

CineMax
Lars Kornhoff bei der Premiere von „Kinderspiel“
Neben den Hofer Filmtagen ist das Max Ophüls Festival in Saarbrücken ein weiteres, speziell dem Filmnachwuchs gewidmetes Filmfestival in dem es auch in diesem Jahr eine Reihe neuer Talente zu entdecken gibt. Für die von dünnen Kino-Besucherzahlen gebeutelte Branche ist es eine Wohltat, so viele ausverkaufte Vorstellungen erleben zu können, bei denen sich die Zuschauer notfalls auch stehend abendfüllende Programme anschauen. Sicherlich, auch das ist ein Trend, werden viele Filme, die hier zu sehen sind, keine Kinoauswertung erfahren, dafür sind die Kino-Slots zu verstopft und zu viele Filme am Start, doch dafür erleben sie Erfolge auf Festivals wie hier in Saarbrücken und die spätere Auswertung auf DVD und im Fernsehen.

Hier erleben auch zahlreiche Kurzfilme, wie etwa „Ab Morgen“ von Stephan Elsenbruch und Raphael Wallner oder „Kinderspiel“ von Lars Kornhoff in Kurzfilmprogrammen ihre Uraufführung.

Eine Besonderheit in Saarbrücken sind die vielen Schulvorstellungen in denen ausgewählte Filme des Festivals vor Schülergruppen gezeigt und diskutiert werden. Dabei werden beachtliche Zuschauerzahlen erreicht, jeden Vormittag sehen jeweils ca. 150 bis 200 Schüler in zwei aufeinander folgenden Schulvorstellungen die ausgewählten Festivalfilme und haben nicht selten Gelegenheit, sogar mit Regisseuren und Teammitgliedern über die Filme zu diskutieren. Die Diskussionen werden hervorragend moderiert von Jörg Litzenburger, einem Profi aus der Jugendarbeit, der den Jugendlichen die Besonderheiten und Grundfragen der Filme stimmig vermittelt.
 

"Kino macht Schule": Wettbewerbs-Filme des Max Ophüls Preis

Ausverkaufter Kinosaal im „Filmhaus“-Kino
Eingang zum CineMax Kinocenter

Filme schauen als Teil des Schulunterrichts- welcher Schüler freut sich nicht darüber! Dies ermöglicht die Bundeszentrale für politische Bildung sowie die saarländische Landeszentrale für politische Bildung in Zusammenarbeit mit dem Max Ophüls Festival, das vom 17. Januar bis 21. Januar 2011 statt findet. Im Rahmen jeder Filmvorführung erhalten die Schulklassen eine Einführung gefolgt von dem jeweiligen Film mit anschließender Diskussionsrunde. Schüler zahlen lediglich 3,00 € pro Film.

Die derzeitigen Filme variieren vom Dokumentationsfilm wie z.B. ANDREAS BAADER - DAS LEBEN EINES STAATSFEINDES (Regie: Klaus Stern, Deutschland 2010, 60 Min.) über den Spielfilm SILBERWALD
 (Regie: Christine Repond, Schweiz 2010, 85 Min). 

Auch die Themen unterscheiden sich sehr: von der Identitätsfindung und dem Erwachsen werden in SILBERWALD. 

Oder in TAGE DIE BLEIBEN, ein weiterer Spielfilm, der die notwendige Auseinandersetzung mit dem Tod eines Familienangehörigem thematisiert (Regie: Pia Strietmann, Deutschland 2011, 100 Min.).

 

Weitere Eindrücke vom Max Ophüls Festival

Neben den Kinovorstellungen ist das Festival natürlich auch und vor allem ein Branchentreff, wo sich Redakteure, Produzenten, Regisseure, Schauspieler und viele andere aus der Film,- und Medienbranche zusammenfinden. Hier will man neue Talente entdecken und über die Zukunft, auch der Erzählformen und Inhalte diskutieren. Daneben gibt es diverse Panels und Diskussionsrunden, die öffentlich stattfinden, in denen relevante Themen rund um den Film und die Festivalbeiträge besprochen werden.

Saarbrücken Fachgespräche
Kinofoyer Saarbrücken

Festivals haben stets das Problem, viele Filme zeigen

 zu wollen und diese in ein in der Regel einwöchiges Raster pressen zu müssen. In Saarbrücken sind vor allem auch durch die Vorfilme das Zeitraster so eng,
dass es zu absurden Vorführsituationen kommt. Da werden manche Programme erst gegen 22:15 begonnen, dann zeigt man erst einen Kurzfilm über den dann ausgiebig diskutiert wird, dann startet der Hauptfilm erst gegen 23 Uhr. Wer da seine Uraufführung hat, muss dann irgendwann gegen 24:30 vorne auf der Bühne einem müden, übernächtigtem Publikum gegenüber treten und hoffen, dass dieses noch ein paar Minuten Kraft zum Diskutieren findet.

Oder aber Filme beginnen Tagsüber, dann wird nach dem Vorfilm lange diskutiert, bis dann endlich der Hauptfilm startet. Wenn dieser dann zu Ende ist und die angereisten Filmemacher, Schauspieler etc. über ihr Werk diskutieren wollen, wird nach wenigen Minuten, ohne dass das Publikum auch nur eine einzige Frage stellen konnte, das Gespräch abgewürgt, weil der Saal geleert werden muss um das nächste Programm zu beginnen. Das ist für Publikum und Macher recht enttäuschend, hier sollte das Festival auch was die Zeitfenster für Gespräche angeht, mehr Freiraum einkalkulieren.

Die Projektionen im CineMax Kinocenter sind durchweg von guter optischer Qualität, allerdings haben Filme, die nicht mit lauter Musik zugeschmiert sind, das Problem, dass man die lauten Musikpassagen aus dem Nachbarkino leider mithören muss.

 
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Titel:   Max Ophüls Festival
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