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Geändert am: 16. August 2010
 
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I Am Love

(Ich bin die Liebe)

Vitus

                            Ich bin die Liebe


Land: Italien 
Regie & Drehbuch: Luca Guadagnino
Zeit: 120 Min.

Das Movie-College haftet nicht für den Inhalt externer Seiten.

Als Ehefrau des Familienoberhauptes einer einflussreichen, italienischen Großfamilie, lebt die eingeheiratete Russin „Emma“ (Tilda Swinton) das Leben einer Grand Dame. Nachdem ihre Kinder schon ausser Haus sind und immer selbstständiger werden, besteht ihr Alltag nur mehr aus Planen von Dinner Parties sowie der Repräsentation  der Familie Recchi nach außen. Auch die Ehe mit dem Industrieunternehmer Tancredi  ist nur noch steife Gewohntheit.

Durch Zufall lernt sie den Koch Antonio kennen, der mit ihrem ältesten Sohn ein eigens Lokal aufmachen will. Ohne Worte entspinnt sich eine leidenschaftliche Beziehung, in der Emma aufblüht. Sie öffnet sich dem kreativen jungen Mann und besinnt sich auf ihre frühere Identität vor ihrer Zeit als Schmuckstück  neben Tancredi und seinem ganzen Umfeld. Ein schrecklicher Unfall in der Familie wird zum Wendepunkt in ihrem Leben der ihr bisheriges Dasein als Recchi- Mitglied endgültig in Frage stellt…

  In diesem Liebesmelodram wird die Aufmerksamkeit des Zuschauers vor allem auf visuelle Einzelheiten und auch filmtechnische Eigenarten der Kameraführung gelenkt. Lange teils verschwommen Einstellungen und intensive Farbgebungen ziehen sich durch den Film und lassen einen die Umgebung fotografisch wahrnehmen. In diesem Zusammenhang waren die spärlichen Dialoge ein gelungener Kunstgriff der die Geschichte glaubwürdig macht und nicht zu einem Klischee verkommen ließ. Dennoch fehlt eine gewisse Dynamik sowie Linearität was bereits im ersten Drittel des Filmes zu Ermüdungserscheinungen beim Zuschauer führt.

 „Ich bin die Liebe“  von Luca Guadagnino ist also ein Liebesfilm der etwas anderen Art. Inhaltlich gesehen sind zwar alle typischen Elemente des Dramas „Verheiratete Frau verliebt sich in jungen, attraktiven Mann“ enthalten, die Thematik aber wird in einer besonderen Filmischen Umsetzung verarbeitet.

Zunächst erscheint es ungewohnt Tilda Swinton  in einer eher ruhigeren, introvertierten und sehr femininen Rolle zu sehen. Die Entwicklung die die Figur „Emma“ durchlebt verkörpert sie jedoch mehr als überzeugend, schließlich wurde die Rolle speziell für sie geschrieben. Neben den vielen guten und auch erfahrenen Italienschen Schauspielern ist Tilda Swinton doch diejenige die den Film trägt, wobei auch ihre Darstellung den Film leider nicht von seinem schleppenden Fortgang befreien kann. 

 

 

 

Gesehen von Jana Kreissl und Alica Lathe

 

 

 

 
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