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Medientage 2007Wie jedes Jahr glänzten die Medientage wieder durch einen hohen Besucherandrang und jede Menge TV-Sender, Medienkonzerne und andere Unternehmen, die sich dem Medium Film verpflichtet fühlten. Neben einem hohen Grad an Informationen rund um entsprechende Sender und Firmen, bot die Medienarena dem interessierten Filmnachwuchs, die Möglichkeit verschiedene Medienberufe kennen zu lernen und informierte ausführlich über Studiengänge und Hochschulen. Als Besucher konnte man sich direkt vor Ort an einem Stand informieren, oder praktische Erfahrungen in Workshops sammeln. Mit am interessantesten waren jedoch die Panels, welche Aufschluss über neue Entwicklungen in der Medienwelt gaben und vor allem die Digitalisierung diskutierten und in Frage stellten. Schwierig waren jedoch solche Panels, die sich von Beginn an mit einer rhetorischen Frage befassten und deshalb keine Wirkliche Antwort für den Zuschauer bereit hatten. Teilweise schien man als Zuschauer in Mitten hilfloser Mediengrößen zu sitzen, die auch nicht so genau wussten, was sie von der Zukunft erwarten sollen. Aber genau das spiegelte indirekt ein Teil der Medientage wieder, es gibt viele Veränderung und Neuheiten, dessen Ausmaße schwer einzuschätzen sind, alleine die Digitalisierung des Kinos stellt uns vor neue Möglichkeiten, aber auch vor neue Probleme. Die Frage, ob das Kino überhaupt eine Change hat in der Zukunft zu bestehen, schien vor allem die Verleihfirmen zu interessieren, die eine solche Vermutung natürlich verneinten. Die oft berechtigte Einwände aus dem Publikum, man würde zu positiv diskutieren, sind deshalb nicht ganz von der Hand zu weisen. Die Veranstalter versuchten in jeder Hinsicht positiv zu wirken, hielten sich im Bezug auf große Chancen des Internets dezent zurück und appellierten immer wieder an den Konsumenten, der schließlich nie das Interesse am "guten" Film verlieren wird. Fraglich ist jedoch, warum TV-Konzepte wie Daily Soaps und Telenovelas zur Zeit höhere Einschaltquoten erreichen als das Viertel-nach-acht-Programm. Mit dieser Tatsache wollte man sich leider noch nicht anfreunden. Man kann sagen, dass die Medientage 2007 sehr informativ waren und vor allem im Bereich der Medienarena wichtige Informationen vermittelten, dennoch wollte niemand ernsthaft Stellung zu Veränderung der TV-Landschaft nehmen und somit wirkten die Medientage an manchen stellen undurchsichtig. Ein Problem war außerdem, dass fast nur gestandene Mediengrößen an den Diskussionen teilnahmen, nur vereinzelt wurde der Nachwuchs eingeladen. Als ob die Jugend nichts zu sagen hätte, wurden dann am Freitag relativ separat die Jugendmedientage eröffnet. Überwiegend Schulklassen wurden in entsprechende Veranstaltungen gestopft, Konfrontationen zwischen "Jung" und "Alt" gab es kaum. Schade, da eben gerade die Jugend einen großen Teil zum Wandel in den Medien beiträgt, denn es war schon immer so, dass eine neue Generation auch neue Ansprüche an die Zukunft hat. Diskutiert man also über die Zukunft des Kinos und über neue Entwicklungen wie "YouTube" und "MyVideo" , dann sollte man diejenigen Fragen, die ins Kino gehen, diejenigen,die im Internet surfen und sich dort Videos anschauen.
Panels über die wir berichten:Mittwoch, 7.November 2007Panel 4.2Wird das Kino überleben?Wer heute einen neuen Film sehen möchte geht nicht automatisch ins Kino. Die Zukunft bietet weitaus bequemere und billigere Lösungen und das direkt vom Sofa aus. Werden diese Coachpotatoes dem Kinoliebhaber einen Strich durch die Rechnung machen oder wird das Kino immer einen Platz in der Filmwelt haben? Panel 5.2YouTube, MyVideo und Co.“YouTube“, “MyVideo“ und ähnliche Modelle neuer Videoportale zeigen eindeutig dass sich die Filmwelt verändert. Heute ist es fast etwas Normales, dass jeder zweite eine Kamera besitzt und natürlich seine Arbeit veröffentlichen will. Der Mitmacheffekt scheint das Massenangebotes an Videomaterial nicht gerade zu verringern und gerade deshalb spielt das Thema Eigenverantwortung eine große Rolle. Zwischen neuen Möglichkeiten für Hobbyfilmer und Filmindustrie hat sich das neue Geschäftsmodell noch nicht genau definieren können.
Donnerstag, 8.November 2007Panel 10.4Information oder Infotainment - Welche Wege nimmt das deutsche Nachrichten-Fernsehen?Wie verändert sich die Informationspräsentation in den Medien? Inwiefern müssen die Sender auf verändertes Konsumverhalten eingehen und sich an die neue Informationsflut und ihre Risiken anpassen?
Interview mit Frau Dr. GoderbauerDie Geschäftsführerin des Mediencampus Bayern nimmt Stellung zur aktuellen Situation in den Bereichen Filmaus - und Weiterbildung, gibt Tipps für den Nachwuchs und erläutert die Ziele des Mediencampus... hier
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