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Von der Realität zum Negativ...Was geschieht eigentlich genau bei der Umsetzung der Realität auf ein Negativ? Für den Einstieg sprechen wir zunächst einmal vom Schwarzweiß-Verfahren. Alle dort geltenden Prinzipien lassen sich problemlos auf den Farbfilm übertragen. In der Realität finden wir stets bestimmte Lichtverhältnisse vor, die zwischen Hell und Dunkel liegen. Diesen Abstand zwischen der hellsten und der dunkelsten Stelle nennt man Objektumfang. Wenn man nun so einen Negativstreifen einmal gegen das Licht hält und betrachtet, erkennt man, dass auch dort bestimmte Unterschiede zwischen Hell und Dunkel auftreten, in Form von unterschiedlicher Transparenz (Durchsichtigkeit) des Negativs. SchwärzungEin Filmmaterial sollte möglichst den gesamten Objektumfang in entsprechende Dichtewerte, mehr oder weniger transparente Stellen im Negativ, umsetzen können. Für jeden Helligkeitswert in dem Motiv das wir aufnehmen, sollte es einen entsprechenden Dichte- oder auch Schwärzungsgrad im Negativ geben. Eine Verdopplung der Belichtung (Blende/Belichtungszeit) sollte optimal auch eine Verdopplung der Schwärzung zur Folge haben. Dann wäre auf der nebenstehenden gelben Grafik eine gerade Linie statt der Kurve zu sehen - das ist technisch aber nicht möglich, leider gibt es kein ideales Filmmaterial, es gibt nur Annäherungen. Deshalb belichtet man das Bild auf den relativ geraden Bereich der Kennlinie, in der Grafik mit einer violetten Linie gekennzeichnet. In unserer Abbildung wird etwa das Schwarz der Jacke unseres Hauptdarstellers an einer Stelle der Filmgradation abgebildet, die beinahe transparent ist. Auf einem Negativ werden ja bekanntermaßen helle Objekte dunkel, und entsprechend dunkle Bereiche hell abgebildet. Die helle Fläche im Bildhintergrund rechts wird daher auch an einer Stelle der Gradation mit hoher Dichte (geringe Transparenz) abgebildet. Das mittlere Grau des Schuhs findet sich entsprechend in der Mitte der Gradationskurve wieder. Seminaristen sollten einen Blick in die Seminar-Seiten werden, dort erfahren Sie mehr über den sehr eng damit zusammenhängenden Belichtungsspielraum und wie es bei Farbmaterialien mit den Gradationen aussieht. |
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