
Der Saal verdunkelt sich, das allgemeine Gemurmel
verstummt.
Dann der Gong und der Vorhang öffnet sich...
Wie kommt jetzt das Bild auf die Leinwand?
Filmprojektor
Der Filmprojektor funktioniert ziemlich ähnlich wie eine
Kamera, nur genau umgekehrt. Das Licht wird hinter dem Bildfenster von
einer möglichst hellen, möglichst kleinen Lichtquelle erzeugt. Es
strahlt durch das winzige Bild und wird durch das Objektiv
extrem vergrößert.
Die Lichtquelle waren
früher Kohlebogenlampen, mit denen helles Kunstlicht (Farbtemperatur)
erzeugt werden konnte. Sie erzeugten enorme Hitze und bedurften häufiger
Wartung (Justage). Bei alten Projektoren sieht man oft noch mächtige
Abluftrohre aus dem Projektor ragen, die zu Schornsteinen etc. führten.
Transportiert wird der Filmstreifen genau wie in der
Kamera bildweise, intermetierend. Und so wie es in der Filmkassette der
Kamera Schlaufen gibt, trifft man sie auch im Projektor an.
Xenon Projektor
Heutige Projektoren arbeiten meistens mit Xenon-Licht,
welches eine Tageslicht-Farbtemperatur
aufweist. Dieser Unterschied der Farbtemperaturen ist deshalb wichtig,
weil im Kopierwerk berücksichtigt wird, für welchen Lichttyp die Kopie
abgestimmt werden muss. Da heute fast alles Xenon ist, werden heutige
Kopien automatisch darauf abgestimmt. Betrachtet man aber alte Kopien
(für Kunstlicht abgestimmt) mit einem Xenon-Projektor, so kann es sein,
dass die Farben zu bläulich abgebildet werden. Der Vorführer kann diesen
Effekt, der etwa bei Klassikern auftritt, korrigieren, indem er einen 85er (Orange-)Filter
in den Strahlengang bringt.
In den meisten Vorführräumen stehen zwei Projektoren, in denen jeweils
ein Akt (ca. 20 Min) eines Filmes eingelegt ist. Wenn der erste Akt
durchgelaufen ist, der Vorführer erkennt dies an rechteckigen und runden
Marken im oberen Bildrand, dann wird der 2. Projektor abgefahren.
Dann wird der 1. Akt aus dem 1. Projektor ausgelegt und der 3.
eingelegt. Ist der 2. Projektor mit dem 2. Akt durch, geht´s
mit dem ersten Projektor weiter.
Es gibt allerdings auch Systeme mit großen Tellern oder
Spulen für Endlos-Projektion etc. Diese findet man vor allem in Kinos mit
vielen Leinwänden, wo ein oder zwei Vorführer gleich 10 Kinos
gleichzeitig bespielen müssen. |